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Was das Managen von Veränderungsprozessen mit Bogenschießen zu tun hat
 
 
Die Begriffe „Veränderungs-“ oder „Change Management“ sind derzeit in aller Munde. Agile Prozesse sind modern, und Design Thinking wird als Methode immer beliebter. Wenn es aber nur darum geht, wie die Veränderung gemanagt werden soll, kann das Ziel – das zu Ändernde an sich – aus dem Fokus geraten.
Was ist gemeint? Neues auszuprobieren erweitert nicht nur den persönlichen Horizont, es gibt frische Einblicke in Herangehensweisen und ermöglicht die Reflexion über Vertrautes.
 
Ich habe vor einiger Zeit mit dem Bogenschießen begonnen. Neben dem Spaß wollte ich auch etwas Sport in der Natur betreiben. Nach den nötigen Vorbereitungen begann mein Unterricht bei einer erfahrenen Lehrerin.
 
Sie erkundigte sich nach meinen bisherigen Erfahrungen bezüglich des Bogenschießens, fragte, weshalb ich mich für diesen Sport entschieden hätte. Danach erklärte sie mir Grundlegendes über Material, Zubehör und Ausübung und bat mich, zur Probe ein paar Pfeile abzuschießen. Währenddessen beobachtete sie mich genau und gab mir Tipps zu meiner Körperhaltung. Dies setzte sich auch im weiteren Verlauf der Trainingsstunde fort. So war ich auf dem Heimweg nicht nur äußerst zufrieden, sondern es fielen mir auch Parallelen zum Management von Veränderungsprozessen auf.
 
 

Parallelen zwischen dem Bogenschießen und dem Change-Management
Klare Definition des „Warum“:
 
Was ist das „Need“, was soll es konkret bringen? Welche Ergebnisse sollen erzielt werden? Die Zielsetzung ist der Grundbaustein für ein erfolgreiches Resultat. Ist Erfahrung vorhanden und wenn ja, in welchem Umfang? Sind die passenden Werkzeuge vorhanden?
Das fängt beim Berater/der Beraterin an, geht über die Projektmitglieder weiter und endet bei den passenden Interventionen über den gesamten Prozess hinweg.
 
 

Wie ist unsere Haltung zu dem Thema?
 
Ja, ich kann Offenheit und Einsicht in die Veränderungsnotwendigkeit einfordern. Diese Haltung bedarf aber einer ständigen Kontrolle – während des Bogenschießens passiert diese Kontrolle permanent und sofort: Stimmt die Haltung nicht, kommt der Pfeil nicht an.
Allzu gern wird das Problem beim Material, im Außen gesucht: Der Bogen ist zu hart oder zu weich, die Pfeile sind zu leicht oder zu schwer, der Wind war zu stark oder zu ungünstig. Eine gute Lehrerin achtet zwar auch auf diese Details, aber zuerst schaut sie auf die Haltung des Bogenschützen/der Bogenschützin: Arme, Fußstellung, Schultern, Hand am Bogen, Hand am Pfeil.
Im Projektmanagement gilt dasselbe Prinzip: Was macht der Vorstand? Was macht der Vertriebsleiter, die Marketingabteilung, die Verkäufer/-innen, der Betriebsrat etc.?
 
 

Wie ist der Feedback-Prozess aufgebaut?
 
Geht es lediglich um nackte Zahlen, Einhaltung von KPIs, Erreichung eines Zieldatums, des Projektendes? Oder wird auch Wert darauf gelegt, alle Beteiligten für die Veränderung zu begeistern und vor allem dazu zu befähigen, mit ihr umzugehen? Wenn Letzteres der Fall ist, sollten Sie ausreichend Ressourcen in Mitarbeitergespräche, interne Kommunikation und Transparenz stecken.
 
Wenn Sie auf diese Parallelen achten, erhalten Sie ein gutes Gefühl dafür, wann der Einsatz agiler Methoden für Ihr Projekt Sinn macht. Ein zielgerichteter Einsatz sorgt somit auch für bessere Ergebnisse – mit Sinn und Qualität.
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